
Ein Beitrag von Petra Vatter
Musik und Physiologie – zwei Begriffe, die nur wenig gemeinsam haben? Doch, haben sie. Denn zum Musizieren benötigt der Mensch seinen Körper. Und zwar einen Körper, der fit ist. Körperliche Ausgeglichenheit und Fitness sind eine wichtige Grundlage für die spielerische Qualität und langes Proben! Musizieren ist aber auch geistiger Hochleistungssport, muss doch der Kopf den Fingern immer ein paar Takte voraus sein.
Körper und Geist auch bei den hohen Anforderungen, die das Musizieren an sie stellt, in Balance zu halten, kann unter fachkundiger Anleitung jeder lernen. Die Internationale Musikschulakademie auf Schloss Kapfenburg bietet ihren Gästen daher die Möglichkeit, ein musikphysiologisches Begleitprogramm zu ihrem Probenaufenthalt zu buchen.
Zum Musizieren gehören nicht nur Taktgefühl und ein gutes Gehör, denn regelmäßiges Proben beansprucht den ganzen Körper: Der Musiker verharrt während des Spiels in einer bestimmten Haltung, die oft einseitig und statisch ist. Das kann sich auf längere Sicht negativ auf den aktiven Bewegungsapparat auswirken.
Die Rückenschule ist zu Beginn jeder Stunde ein wichtiges Element, bei der richtiges Sitzen und Stehen, Heben und Tragen vermittelt werden, da Sitzen für den Körper exrem ungesund ist und durch das Instrument oft noch zusätzliches Gewicht z.B. auf den Bandscheiben lastet. Für jeden Musiker ist es außerdem wichtig, etwas über die Grundlagen der Körperhaltung und der Musikerphysiologie zu erfahren. Deshalb beinhaltet jede Stunde diese Einführung als Basis für gesundes Musizieren.
Das Programm gestaltet sich aus fünf grundlegenden Gebieten: