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Besondere Anforderungen für Bläser und anatomische Besonderheiten

Für jedes Instrument und jede Art der Musikausübung gilt: Musizieren ist eine Tätigkeit, die Körper und Geist auf sehr komplexe Art und Weise und auf sehr vielen unterschiedlichen Ebenen fordert: Hören, Sehen und Musikalität spielen eine Rolle, aber auch Instrumentaltechnik, Übung, Bewegung, Körpergefühl, Atmung und Fantasie. Damit all diese Aspekte reibungslos zusammenwirken können, muss der Musiker körperlich und geistig in Topform sein. Musikergesundheit und Prävention beziehen sich deshalb nicht ausschließlich auf die Arbeit am Instrument. Es gibt Gesundheitsregeln, die unabhängig von Instrument und individuellen Dispositionen gelten:


Nichtsdestotrotz gibt es Belastungen und Herausforderungen, die auf Grund der unterschiedlichen Instrumentalhaltungen und Besonderheiten des Spiels von Instrument zu Instrument völlig verschieden sein können. Diese besonderen Belastungen können im Extremfall zu instrumentenspezifischen Berufskrankheiten führen, wie zum Beispiel den "Klarinettendaumen" oder Kiefergelenksentzündungen bei Bläsern. Der Musiker sollte deshalb versuchen, die Belastungen durch das Musizieren auf seinen Bewegungsapparat so gering wie möglich zu halten.

Im Folgenden sollen einige dieser besonderen Herausforderungen speziell für Bläser erläutert werden. Selbstverständlich kann in diesem Rahmen nicht auf die spezifischen Haltungsvarianten und Gewichtsverhältnisse jedes Blasinstruments eingegangen werden. Einige grundlegende Beobachtungen lassen sich aber durchaus formulieren.



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Tipps zur Sitzhaltung

  • Weder im Rundrücken noch im Hohlkreuz sitzen! Das führt zu Fehlbelastungen und schränkt die Bewegungsfreiheit der Arme ein.
  • Die Wirbelsäule in ihrer physiologischen Aufrichtung positionieren!
  • Aber: Der menschliche Körper braucht von Natur aus eine gewisse Bewegung.
  • Spielpausen (auch während der Proben) daher sinnvoll zu Positionsveränderungen nutzen: Ruhig mal in sich zusammensacken oder lässig hinten anlehnen.
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