Um Klavierschülern ein Gefühl für Atembögen zu vermitteln, ist es hilfreich, sie einmal ohne zu atmen spielen zu lassen.
Die Spannungsbögen können Klavierschülern ins Bewusstsein geholt werden, indem sie einzelne Phrasen der Melodie mitsingen. Oder auch die Melodie singen und nur die Begleitstimme mit dem Klavier spielen. Förderlich ist auch die Vorstellung, dass das Handgelenk beim Einatmen am Klavier mitatmet. Bei der folgenden Phrase dann die Luft auf „pf“ ausströmen lassen.
Über die Atmung kann auch die Körperwahrnehmung verbessert werden: Lassen Sie den Schüler seinen Puls spüren, dann vier Pulsschläge einatmen und vier Pulsschläge ausatmen und auch den Atemrhythmus variieren.
Fingerübungen mit Luftballon
Ein einfaches Hilfsmittel für das Training der Finger ist ein Luftballon. Reaktionsgeschwindigkeit und Vorstellungsvermögen können ausgebildet werden, indem Sie Ihrem Schüler einen Fingersatz zurufen, während Sie ihm den Luftballon zuwerfen – der dann mit eben diesem Fingersatz aufgefangen wird. Die Sensibilisierung der Fingerspitzen kann verfeinert werden, indem die Finger bei gewölbter Hand in den Luftballon hineingedrückt werden.
Durch die folgende Partnerübung können Hände und Finger sehr gut im kleinsten Bewegungsbereich geschult und dadurch für feine Nuancierungen sensibilisiert werden: Jeweils eine Hand liegt auf dem Luftballon auf. Die eine Person führt, die andere Person folgt der Handbewegung, anschließend wird gewechselt.