fitmitmusik-Logo: Link auf Startseite
Sie befinden sich hier: Startseite / Musik macht fit / Musik hält gesund

Musik und Entspannung

Da Musik Gefühle anregen kann, wird sie ganz bewusst in der Medizin eingesetzt. Es hat sich als hilfreich erwiesen, Patienten vor einer Operation beruhigende Musik vorzuspielen, weil sie das entspannt. Schon Anfang des 20. Jahrhunderts haben Fabrikbesitzer heraus gefunden, dass die Arbeit am Fließband mit Musik leichter von der Hand geht. Hier wurde die entspannende und stressabbauende Wirkung von Musik für betriebliche Zwecke und Leistungssteigerung eingesetzt.

Was für ein Lärm!
Lauter und plötzlicher Lärm löst hingegen Angst und Schrecken bei uns aus, weil wir das mit einem Alarmsignal verbinden. Schließlich ist das Ohr ja unser Wächterorgan, das nie schläft und uns vor Gefahren warnt. Die laute Musik auf Konzerten bewirkt so etwas ähnliches: durch die lauten Geräusche werden im Körper der Konzertbesucher Stresshormone ausgeschüttet. Das äußert sich in einer Kampf- oder Fluchthaltung. Die Kampfeinstellung zeigt sich z.B. in der Zerstörung des Inventars oder Massenschlägereien. Leute, die eher eine Fluchthaltung einnehmen, fallen gleich in Ohnmacht. Beide Situationen kann man bei Rockkonzerten oft beobachten.

Da Musik Gefühle anregt, kann Lärm die Gefühlswelt verändern und vielleicht schon vorhandene Aggressionen verstärken. Diese Alarmreaktionen werden in der Disco oder auf einem Konzert noch durch wummernde Bässe, pulsierendes Licht und rhythmische Bewegungen verstärkt. Ruhe oder Regelmäßigkeit in der akustischen Umwelt bedeuten dagegen Stabilität, was beruhigend und entspannend wirkt. Eine Änderung in der Folge von Klängen weckt deshalb Aufmerksamkeit, was in der Musik gezielt eingesetzt wird.

Entspannung durch Musik
Entspannung durch Musik bezieht sich sowohl auf den körperlichen als auch auf den emotionalen Bereich: Die Anspannung im Körper lässt nach, Verkrampfungen lösen sich. Musik, die als entspannend bezeichnet wird, ist oft auch "leichte" Musik. Sie hat also eine einfache Struktur und beim Hören muss man sich nicht sehr konzentrieren oder anstrengen. Wenn jemand aber sehr "schwierige" Musik gern hört, braucht er auch vielschichtige Musik um sich zu entspannen, sonst wird es ihm zu langweilig. Ob und welche Musik entspannend ist, ist demnach sehr individuell.

Entspannung definieren wir hier als Möglichkeit, Ärger und unangenehme Gefühle zu reduzieren sowie Aggressionen abzubauen. Musik muss nicht an sich entspannend sein - sie kann auch entspannend wirken wenn sie unangenehme Situationen oder Gefühle beendet. Auf jeden Fall sollte die Musik zum emotionalen Zustand passen. Wenn eine Musik zur Stimmung passt, verstärkt sie diese. Wenn die Musik das Gegenteil der Stimmung ist, schwächt sie diese ab. Angenehme Zustände können so verstärkt und verlängert werden. Das gilt aber auch für traurige oder gar depressive Stimmungen. Diese werden durch traurige Musik verstärkt. Die Entspannung durch eine Musik, die zur Stimmung passt, verläuft in Phasen. Zuerst wird der Gleichklang von Musik und Stimmung erlebt, dann setzt in der zweiten Phase die Entspannung ein. Auch wenn traurige Musik eine traurige Stimmung verstärkt, bewirkt sie doch etwas positives: Durch die passende Musik fühlt sich der Hörer verstanden, was ein Gefühl von Sicherheit und schließlich Entspannung auslöst.

Auch das aktive Musizieren trägt zu einer Entspannung bei. Indem Stress, Frust oder andere Gefühle künstlerisch ausgedrückt werden, sind sie erträglicher und leichter zu bewältigen. Die Musik ist dabei sozusagen ein Ventil, durch das man bedrückende, aber auch schöne Gefühle rauslassen kann.

Entspannungseffekt: Musik sollte zur Stimmung passen
Ob Musik entspannend wirkt, kommt natürlich auch auf auf die Situation an: Jemand, der gerade durch eine Prüfung gefallen ist, wird keine lustige Musik hören wollen, weil das genau im Gegensatz zu seiner Stimmung und dem Ernst der Lage steht. Eine traurige, vielleicht auch wütende Musik, würde in dieser Situation besser passen um sich zu entspannen. Es kann auch sein, dass die schwierige Situation dann als weniger schlimm erlebt wird, weil die Traurigkeit in der Musik ja "nur" Musik ist. Daraus folgt, dass die Ursachen der Anspannung auch entscheidend für das Entspannen durch Musik sind.

Dann gibt es auch noch Unterschiede im Entspannungsprozess. Wer sich gern aktiv entspannt, wird schnelle Musik, oft auch mit Text, bevorzugen. Dies ist oft auch mit dem Ausdruck von Lebensfreude verknüpft. Die passive Entspannung geht eher mit langsamer Musik einher und wird mit Gelassenheit verbunden. Insgesamt kann man sagen, dass die Reaktionen auf Musik so unterschiedlich sind wie die Menschen selbst. Insgesamt gilt aber, dass der Entspannungseffekt am intensivsten ist, wenn die Musik der Stimmung entspricht.
BriefsymbolSeite weiterempfehlen DrucksymbolSeite drucken

Musik hält gesund

Musik ist Balsam für die Seele. Sie hilft uns zu entspannen, lässt uns wohl fühlen und leistet auf diesem Weg einen wichtigen Beitrag zu unserer Gesundheit.

Interne Links:

BARMER GEK-Homepage | myGEK: Kundenportal | myGEKpro: Arbeitgeberservice | Therapie.net Alternativ
mach2. Besser essen. Mehr bewegen. | Krankenhaussuche - Weisse Liste

Zusatzinformation Access-Keys:

1 Homepage
2 Navigation überspringen bzw. direkt zum Content springen
3 Sitemap
4 Suche
5 Musik macht fit
6 Fit fürs Musizieren
7 Beratung
Akutelles
9 Kontakt
0 Infos zur Barrierefreiheit der Website