Hören - der unterschätzte Sinn
Durch Lärm und dauernde Geräuscheinwirkung stumpft unser Gehörsinn ab. Die Ohren können die vielen Eindrücke gar nicht mehr aufnehmen. Das hat zur Folge, dass wir unsere Ohren immer öfter verschließen und weghören. Dadurch wird echtes Hinhören und Zuhören immer seltener.
Momentan wird auch viel mehr Wert auf das gekonnte Sprechen gelegt. Es gibt z.B. haufenweise Rhetorikkurse. Aber: Wenn alle sprechen und keiner zuhört - was hat das Sprechen dann noch für einen Sinn? Dass man zuhören kann, wird oft einfach vorausgesetzt. So leicht ist es dann aber doch nicht: Dies zeigen einige Einrichtungen, die sich speziell mit dem Hören befassen. Seit 2002 gibt es z.B. die Stiftung Zuhören, die an vielen Schulen in Deutschland Hörclubs eingerichtet hat.
Bei diesen Angeboten lernt man, bewusst zuzuhören, hört sich in der Gruppe Hörspiele an und führt Klangexperimente durch. Beispielsweise lauscht man verschiedenen Klängen und versucht herauszufinden, woher sie stammen. Hierbei wird das Zuhören geübt - und nicht benotet! Erste Ergebnisse zeigen, dass die Schüler konzentrierter zuhören und sich dadurch auch besser ausdrücken und verständigen können. Wenn Sie im Zuhören fit sind, produzieren sie selbst Hörbücher und Hörspiele.
Die Stiftung Zuhören lobt jedes Jahr einen thematischen Wettbewerb aus, wo solche Projekte vorgestellt werden. Einmal ging es darum, wie sich das Glück anhört. Einen der Gewinnerbeiträge finden Sie unter Downloads.
Mehr Informationen zu den Hörclubs und zum Zuhören gibt es unter
www.stiftung-zuhoeren.de.
Downloads